Benjamin Schulz


Mit einem tiefen Atemzug und den Händen in den Hosentaschen vergraben stehe ich an der Fensterfront des Konferenzraums, den ich für den heutigen Tag gemietet habe. Ein erfolgreiches Tagessparring mit einem CEO ist gerade zu Ende gegangen. Ein Tag, an dem wir strategische Zusammenhänge geklärt sowie Unternehmenskonzeption und Strategie entwickelt haben – aber an dem ich auch unangenehme Dinge aufdecken, konfrontieren und Klartext reden durfte. Vor etwa einer Minute verabschiedete ich meinen Kunden am Aufzug und er kann hier vom Airport Club Frankfurt aus direkt zu seinem Anschlussflug aufbrechen.

Meine Spezialität ist 1:1-Sparring auf Entscheider-Ebene. Hier sehe ich mich als Vertrauter. Das Herauslocken aus der Komfortzone auf diesem Level, Dinge bewusst machen und Konsequenzen des Handelns hervorheben, liebe ich sehr.

Zu mir kommen Manager, Führungskräfte, CEOs, Vorstände und andere Höchstleister, die wollen. Sie alle wollen sich einer Herausforderung stellen, eine Lösung finden, das nächste Level erreichen. Teilweise stecken sie sogar in existenziell bedrohlichen Situationen und erhoffen sich Troubleshooting und Ratschläge. Mich begeistert, genau dort hinzuschauen und die Themen anzupacken, die nicht trivial sind. Herausfordernde Situationen sehe ich manchmal wie in Zeitlupe und fokussiere das Wesentliche.

Ich kenne durch eigene Erfahrungen, wie herausfordernd bestimmte Situationen im Leben sein können. Ich erlebe und fühle manchmal die Schwere des anderen. Wenn ich beim anderen Widerstände erkenne, gehe ich gezielt dort hinein, um die Knoten zu lösen. Am Ende des Tages geht mein Kunde und ich durfte dazu beitragen ihn wieder mehr zum Helden seiner Story zu machen. Das ist für mich grandios!

Jeder bekommt bei mir einen geschützten und sicheren Raum, in dem alles gesagt werden darf. Ich bin dankbar dafür, dass sich Menschen öffnen. Es ist für mich eine Ehre, dass ich so Vertrauen entgegengebracht bekomme und ich auch an den verwundbarsten Stellen treffen darf. Dieses ist keine Selbstverständlichkeit.

Klarheit, Handlungsmöglichkeiten und Erkenntnisse sind in meiner Tätigkeit das Ziel, um besser Entscheidungen treffen zu können, um Wirksamkeit zu erlangen. Kunden erkennen dadurch Lösungsmechanismen und sind in der Lage, prophylaktisch anders zu agieren als bisher. Sie wissen, wer sie sind in ihrer Rolle – privat wie beruflich. Und sie sind in der Lage, an der »Front« zu sein, Leader zu sein, Vorbild zu sein. Sie schaffen es, dass Menschen ihnen folgen. Sie haben den Wechsel hinbekommen von einer funktionalen Führung in die personelle Führung.

Aus Chaos Kosmos zu kreieren.

Es soll meinen Kunden ein Neuplatzieren von Planeten gelingen, die in einem unternehmerischen System perfekt zueinander stehen. Ordnung zu schaffen in ihrem Chaos, ist der Zeck meiner Arbeit.

Mein Blick schweift auf einen Teil der Start- und Landebahnen des Frankfurter Flughafens. Mein Kunde ist sicherlich schon fast wieder im Terminal angelangt. Verabschiedet hat er sich von mir mit den Worten: „Ich bin an einem Tag so weit gekommen und habe für mich entscheidende Antworten gefunden.“ Das sind die Momente, die ich liebe.