Achim Halstenberg


Ich blicke mich im Raum um und schaue in geschäftige und gleichzeitig zufriedene Gesichter. Wir sind ca. 15 Leute hier im Raum und am dritten und letzten Workshoptag angelangt. Die Leute haben in Gruppen ihre Köpfe zusammengesteckt und diskutieren angeregt, machen Notizen, kleben Post-its auf ein Flipchart. Noch vor zwei Tagen sah die ganze Sache anders aus. Allein an der Haltung der Teilnehmer konnte ich zu Beginn unseres Workshops erkennen: Hier läuft was ganz und gar nicht so, wie es sollte. Dass wir so weit gekommen sind, macht mich zutiefst zufrieden und klar ... auch ein klein wenig stolz.

Bei meiner Arbeit liegt mein Fokus grundsätzlich auf dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Produktionsunternehmen. Um das zu erreichen, konzipiere und gestalte ich Weiterbildungsmaßnahmen in Form von Workshops und Seminaren. Wenn ich gefragt werde, wie mir das gelingt, in relativ kurzer Zeit die Menschen zusammenzubringen und sie gemeinsam an einem Ziel arbeiten zu lassen, sage ich: Ich lebe, was ich liebe. Und ich liebe es, Menschen in die Selbstreflexion zu bekommen und sie weiterzuentwickeln. Ich liebe es, wenn sie Dinge erkennen und sich selbst mit ihren Ideen und Möglichkeiten weiterbringen. Was daraus entstehen kann, ist einfach grandios. Für die Leute selbst wie natürlich auch für die Unternehmen.

Zugute kommt mir dabei sicherlich zum einen meine Ausbildung als Schlosser. Zum anderen, dass ich über 22 Jahre selbstständig war in der Weiterbildungsbranche und intensiv mit den Menschen in den Unternehmen gearbeitet habe. Jedes Erlebnis, das ich hatte, jeder Fehler, den ich in dieser Zeit gemacht habe, hat mich weitergebracht. Diese Mischung aus intensiver Praxis und Handwerk ist aus meiner Sicht eine sehr praktische und bringt eine große Akzeptanz bei meinen Teilnehmern in den Trainings und Seminaren.

In der Arbeit mit den Mitarbeitern werde ich als angenehm klar, angenehm authentisch, angenehm direkt erlebt. Angenehm ehrlich und kompromisslos bringt es außerdem auf den Punkt. Ich mache da keinen Unterschied, ob es junge Führungskräfte sind, die am Anfang ihrer Karriere stehen oder Maschinenführer, die in der Produktionshalle arbeiten und seit 30 Jahren ihren Job machen. Ich finde einen Draht zu allen und merke, dass jeder dankbar ist, reflektiert und aufnahmefähig und sich freut, dass jemand kommt, der unterstützt und hilft.

Wenn ich nun so zwischen den Teilnehmern durchgehe und sehe, mit welcher Begeisterung sie bei der Sache sind, kann ich erkennen, dass meine Überzeugungsarbeit Früchte trägt. Hinterher kommen die Mitarbeiter oft zu mir und sagen: „Das war gut. Das war es auf den Punkt. Gut, dass du da warst.“ Und wie hier am Ende des Seminars gehen die Menschen mit mehr Zufriedenheit, mehr Spaß und einem Lächeln zur Arbeit.