Wer bestimmt über Ihr Leben – Trends oder Sie selbst?

Verlassene Orte, wilde Landschaften, endlose Highways und unendliche Weiten. Auf ihrem Trip in die USA vor über einem Jahr haben die Unternehmer Ben Schulz und Martin Sänger sich nicht nur auf die Suche nach der Freiheit, sondern auch auf die Suche zu sich selbst begeben.

Sie haben darüber nachgedacht, was es bedeutet, etwas verändern zu wollen. Das ist weit mehr als nur der Neujahrsvorsatz fünf Kilo abzunehmen, um im Sommer die gewünschte Strandfigur erreicht zu haben. Es geht um einen Transformationsprozess. Und da solche Themen nicht nur einzelne Menschen, sondern gleich eine ganze Gesellschaft betreffen, werden daraus Trendthemen entwickelt.

Bleiben wir einmal bei der Work-Life-Balance. Macht dieser Begriff überhaupt Sinn? Wenn wir nur ein Leben haben, dann gehört der Beruf genauso dazu wie das Privatleben und das sollte nicht getrennt werden. Viel besser lässt sich deshalb mit dem Begriff Life-Balance arbeiten. Und dieser hat für Selbstständige und Menschen mit Führungsverantwortung sicherlich eine andere Bedeutung als für einen Angestellten, der jede Woche seine 40 Stunden abarbeitet.

Betrachten wir unsere Rollen aus Arbeit, Privatleben, Hobby etc. als Säulen, auf dessen Oberfläche sich ein Plateau befindet, welches der Boden unter unseren Füßen ist. Können Sie das Gleichgewicht halten? Das geht natürlich nur, wenn wir unsere Rollen ausbalancieren. Sie denken, dass Sie am besten leben und die meiste Energie gewinnen, wenn Sie Ihren Leidenschaften nachgehen? Weit gefehlt. Wie Oma schon zu sagen pflegte: Leidenschaft, die Leiden schafft. Wer nur seiner Passion nachgeht, vernachlässigt dafür andere wichtige Dinge.

Prioritäten setzen
Um das eigene Leben in Balance zu bringen, müssen Sie sich Prioritäten setzen.Das klingt leichter als es ist. Aber beim Abendessen mit der Familie gehören Laptop und Handy eben nicht an den Tisch. Wenn Sie regelmäßig Sport treiben möchten und sich dafür jeden Dienstag 2 Stunden blocken und plötzlich ein Kunde auftaucht und nach einem Gespräch zu eben jenem Termin fragt – was tun Sie dann? Um diese Frage leichter beantworten zu können, fragen Sie sich zunächst: Wie viel wert sind Sie sich selbst?

Rituale schaffen
Bleiben Sie standhaft. Um Gewohnheiten zu schaffen und damit dauerhaft etwas ändern zu können, setzen Sie sich Regeln und nehmen Sie diese ernst. Dann werden aus Regeln irgendwann Rituale, an die Sie sich gewöhnt haben.

Kontinuität bewahren
Es gibt eine Formel, die besagt, dass man etwas mindestens 70 Mal wiederholen muss, um daraus eine Gewohnheit entwickeln zu können. Wenn Sie eine Entscheidung treffen und diese nicht innerhalb von 72 Stunden konsequent umsetzen, dann wird sie nicht mehr umgesetzt und vergessen. Deshalb: Treffen Sie eine Entscheidung und setzen Sie diese in den ersten 72 Stunden nach Entschluss um. Dann wiederholen Sie das Ganze mindestens 70 Mal – et voilà, Sie haben eine Gewohnheit geschaffen.

Fazit
Trends kommen und gehen. Sie lösen keine Probleme und zeigen auch nicht den richtigen »way of life«. Schluss mit dem Work-Life-Blabla. Ein Mensch kann sich nicht zerteilen. Wenn ich eine Lebensbalance erreichen möchte, muss ich meine Rollen ausbalancieren, Prioritäten setzen, Rituale schaffen – und das alles kontinuierlich.

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