Personal Branding: Wer verkaufen will, muss persönlich sein

Warum der Markenbotschafter ausgedient hat

Beliebt, sehr beliebt war der Markenbotschafter, oder eher ist es heute noch. Unzählige YouTube-Stars bauen ihre ganze Existenz darauf auf, Markenbotschafter zu sein. Sie halten ungelenk die Produkte in die Kamera, versprechen Versprechen, die sie eigentlich gar nicht halten können und sprechen mit ihren Zuschauern darüber, wie sie die Produkte so finden. Kann gut gemacht sein, ist es aber häufig nicht. Vor allem auch, weil Markenbotschafter mitunter sehr willkürlich ausgesucht werden. Nur weil jemand viele Follower hat, ist er nicht direkt Influencer auf dem Haarstyle-Markt. Und so wimmelt YouTube natürlich von Videos, in denen sich die YouTuber darüber lustig machen, wofür sie werben sollen.

Warum funktioniert das so nicht?

Ganz einfach: da ist kein Leben drin. YouTuber, die das alles nur machen, damit sie Produkte geschickt bekommen, sind auch nicht wirklich beliebt, denn sie sind unauthentisch. Ich kann nicht heute für ein Produkt werben, das vegan ist und ohne Tierversuche entwickelt wurde (was ich natürlich hervorhebe, weil das ja gerade hip und trendy ist) und am nächsten Tag erzählen, dass es beim Discounter nebenan Mett im Angebot (nur 99 CENT!!) gab, während man sich das Mettbrot genüsslich in den Mund schiebt. Außerdem sind die Videos sehr offensichtlich Werbung, denn Kritikpunkte am Produkt gibt es meistens nicht. Aber: Wer schaut denn gerne ständig (offensichtliche) Produktvideos?

Und offline?

In Stores sind uns wahrscheinlich allen auch schon Markenbotschafter über den Weg gelaufen, vor allem im Elektronikgeschäft trifft man immer wieder auf sie. Ihre Aufgabe ist es, im Store Kunden anzusprechen, die hilfesuchend aussehen und ihnen dann ein Produkt einer bestimmten Marke als Lösung ihrer Probleme anzupreisen. Das wird sehr kritisch gesehen, weil weniger auf den Kunden individuell eingegangen wird. Vielleicht braucht der Kunde nicht das Hightech-Radio und ein einfaches Küchenradio würde reichen? Zudem fühlen die Kunden sich hintergangen und nicht objektiv beraten.

Warum nicht individuell?

Normalerweise werden die Werte und Leitbilder, die das Unternehmen festgelegt hat, eins zu eins auf Markenbotschafter übertragen. Das bedeutet, Markenbotschafter streifen sich – und das nicht nur im übertragenen Sinne – eine Hülle (in Form eines Hemdes oder Jacketts) über, die sehr wahrscheinlich nicht ihrer eigentlichen Persönlichkeit entspricht. Und auch, wenn sie sich Mühe geben, die meisten Menschen sind keine hochprofessionellen Schauspieler und können deshalb eine Maske entweder nicht lange oder nicht gut aufrechterhalten.

Aus diesem Grund machen wir es anders. Leitbilder und Unternehmenswerte brauchen wir dafür trotzdem: Sie sind meistens der Grund, warum ein Unternehmen überhaupt gegründet wurde und deshalb unverzichtbares Herzstück. Doch nehmen wir mal an, die Marke baut auf dem Wert „mutig“ auf. Fragen Sie mal 5 verschiedene Menschen, was „mutig“ für sie bedeutet – jeder wird Ihnen darauf etwas Anderes sagen.

Personal Branding ist der Schlüssel zu mehr Authentizität

Das sollten Sie nutzen. Menschen arbeiten für Ihr Unternehmen aus den unterschiedlichsten Gründen. Wir von Ben Schulz & Consultants nehmen genau das in den Blick: Wie kann jeder Mitarbeiter die Werte der Marke mit seiner eigenen Persönlichkeit füllen? Wenn Sie das hinbekommen, erhalten Sie Markenbotschafter, die authentisch sind, die sympathisch sind und denen man das, was sie einem erzählen, auch abnimmt.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie mehr erfahren möchten.