In 7 Schritten zum Burnout

Alles begann mit der Vergesslichkeit. Je komplexer ihre Aufgaben wurden, desto mehr verlor sie die Übersicht. Das ließ sie auch in der Nacht nicht los und bereitete ihr Schlaflosigkeit und Magenschmerzen. „Mensch, du wirst ja immer dünner! Toll! Wie machst du das?“ fragten ihre Kollegen. Ganz einfach: mit Appetitlosigkeit, Stress und Isolation – dachte sie im Stillen. Wohin soll das noch führen? Lassen Sie es nicht so weit kommen – setzen Sie auf gesunde Führung.

Bis nichts mehr geht…

Ein Burnout kommt nicht von heute auf morgen. Es entwickelt sich in kleinen Schritten:

1. Anfang: Der Betroffene kann nicht abschalten und nimmt seine Probleme mit nach Hause. Auf Nachfragen reagiert er gereizt.

2. Reduziertes/übersteigertes Engagement: Da der Betroffene bereits selbst innerlich gekündigt hat, lassen sein berufliches und privates Engagement nach. In manchen Fällen treten wiederum vermehrt Schuldgefühle auf, worauf der Betroffene mit einem gesteigerten Engagement reagiert.

3. Emotionale Reaktion: Die leichte Reizbarkeit steigert sich im Laufe der Zeit und führt zu permanent schlechter Laune.

4. Abbau: In dieser Phase nimmt die Leistungsfähigkeit weiter ab. Es kommt zu starken Konzentrationsproblemen.

5. Verflachung: Im fünften Schritt ist eine Verflachung seines emotionalen, sozialen und geistigen Lebens zu erkennen.

6. Körperliche Symptome: Auch die Gesundheit wird nun angegriffen. Das Immunsystem wird schwächer, der Magen schmerzt, Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System nehmen zu und reihen sich in weitere psychosomatische Reaktionen ein.

7. Verzweiflung: Depressionen sind die Folge. Diese gehen nicht selten einher mit Suizidgedanken.

Das Geheimnis gesunder Führung

Lassen Sie es in Ihrem Unternehmen nicht so weit kommen und sorgen Sie vor. Jeder Ihrer Mitarbeiter hat ein individuelles Stressempfinden und genauso unterschiedlich sind auch die Auslöser. Gesunde Führung bedeutet genau hinzuschauen und auf diese Symptome zu achten. Sie als Führungskraft haben eine Fürsorgepflicht und sind dafür verantwortlich Probleme offen anzusprechen, um gemeinsam mit dem Mitarbeiter neue Wege zu finden, ihn zu entlasten. Signalisieren Sie Ihrem Mitarbeiter Vertrauen und die Sicherheit, dass er auch nach seinem Burnout den Job behält. Ziehen Sie den Betriebsarzt, den Betriebsrat oder andere helfende Stellen außerhalb des Betriebs hinzu. Wir von Ben Schulz & Consultants sensibilisieren Führungskräfte für diese Themen und zeigen Lösungen auf.