Hast du zugehört? Nö!

Es gibt etwas Neues. Erwartungsvolle Blicke verfolgen den Geschäftsführer, der die Bühne betritt. Er nimmt sich das Mikrofon, versteckt sich hinter dem Pult, blickt auf den Boden und beginnt zaghaft: „Liebe Kolleginnen und Kol..“, die letzten Buchstaben verschluckt er undeutlich. Bereits ab diesem Zeitpunkt setzt das erste Geflüster unter den Mitarbeitern ein – doch das muss nicht sein, wie Auftrittscoach Martin Richter verrät.

Gilt es eine Rede zu halten, ob vor Mitarbeitern, Kunden oder Kollegen endet es leider oft darin, dass die Zuhörer schnell unaufmerksam werden: Einige fangen an Nachrichten auf ihrem Smartphone zu verschicken oder starren aus dem Fenster und lassen ihren Gedanken freien Lauf. Das ist ganz normaler Alltag, weiß auch Martin Richter. Dabei ist es gar nicht so schwer mit ein paar kleinen Schritten, die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen.

Mehr Wirkung erzielen

Für alle, die mit ihrer Rede die Zuhörer begeistern wollen, hat Auftrittscoach Martin Richter ein paar kleine Tipps.

  1. Bevor es auf die Bühne geht, hilft es vier- bis fünfmal tief auszuatmen, Arme und Beine auszuschütteln und die Gedanken kurz auszublenden.
  2. Um auf der Bühne vom ersten Moment an die Zuhörer für sich zu gewinnen, gilt es einen sicheren Stand einzunehmen.
  3. Die Beine schulterbreit auseinanderstellen, die Füße zum Publikum hin öffnen und den Blick auf die Zuhörer richten.
  4. Tief einatmen und dann beim Ausatmen mit dem Sprechen beginnen.

Kommen zu diesen körpersprachlichen Merkmalen noch eine deutlich artikulierte Sprache und die passende Gestik und Mimik, werden Sie sehen, dass Ihre Worte auch wirklich gehört werden.

Die Macht eines wirkungsvollen Auftritts

Ein wirkungsvoller Auftritt gelingt, wenn eine deutliche Sprache, die richtige Köperhaltung, Gestik und Mimik ineinander spielen. Sie strahlen automatisch mehr Präsenz und Souveränität aus. Natürlich geschieht das nicht von heute auf Morgen und mit ein paar kleinen Tipps ist es noch nicht getan. Martin Richter betont, dass dies ein fortlaufender Prozess ist, der stetiger Schulung bedarf. Und alle, die dieses Jahr noch auf die Bühne müssen, haben jetzt Zeit das zu trainieren.