Die Kakerlake in der Küche

Das Russisch Roulette auf Vorstandsebenen macht den gesegneten Heiland zur Kakerlake in der Küche. Warum ist hier von Russisch Roulette die Rede, wer ist eigentlich dieser Heiland und wieso wird er zu einem Wesen, was bei den meisten Menschen Abscheu erregt?

Russisch Roulette ist bekannt als potenziell tödliches Spiel. Schauen wir uns das im obersten Business-Kontext an, endet dieses Spiel auf den Vorstandsebenen zwar nicht tödlich, jedoch mit fatalen Konsequenzen. Verzeihen Sie, wenn ich bei diesem Thema zu Übertreibungen neige. Ich muss Ihnen aber nahelegen, dass nun endlich Schluss damit sein muss, in einem Prozess, der Persönlichkeit bedingt, nur auf Standards zu setzen.

Personalpolitik – eine Katastrophe
Die Standardisierungswut in der Personalpolitik von Unternehmen hört nicht bei den Mitarbeitenden und im mittleren Management auf, sie reicht bis ganz nach oben zu Vorstand und CEO. Selbst bei der Suche nach neuen Führungspersönlichkeiten wird auf Standards zurückgegriffen. Auch wenn es nicht um die Führungselite geht, ist die Auslese anhand von Standards gefährlich. Doch bei CEOs verschärfen sich die Auswirkungen noch. Denn Geschäftsführer müssen Strategien austüfteln, Innovationen anschieben, Prozesse neu ordnen – und das nicht selten weltweit.

Persönlichkeit ist gefragt!
Um den verantwortungsvollen Job eines CEOs wirklich gut zu erfüllen, braucht es Menschen, die nicht auf Linie getrimmt sind, die sich nicht in Standardschubladen stecken lassen und dort bleiben. Es braucht Menschen mit Ecken und Kanten, mit Persönlichkeit. Die echt sind. Die eine Meinung haben und dafür einstehen. Die mutig sind und andere begeistern.

Was wird stattdessen gesucht und gemacht? Persönlichkeit wird als Störfaktor empfunden und verpönt. Manager der unterschiedlichsten Posten werden hin- und hergeschoben, als ginge es bei der Managementtätigkeit lediglich um das Füllen einer Lücke. Und immer maßgeblich an der Russisch-Roulette-Manier beteiligt ist die falsche Annahme, dass jemand, der im Topmanagement gearbeitet hat, die Führungs- und Managementtechniken beherrscht und diese überall, also in jedem Unternehmen gleichermaßen erfolgreich anwenden kann.

Kommt es allerdings auf den obersten Ebenen zu Misserfolg, wird dieser dem Manager angeheftet. Schnell wird geschlussfolgert: Die Position ist fehlbesetzt. Bei den Folgen dieser Fehlbesetzung handelt es sich nicht nur um den persönlichen Karriereknick des Managers. Es handelt sich oftmals auch um unsagbare Kosten, die entstehen.

Der Heiland kommt
Es braucht eine Lösung. Und die liegt natürlich in einem anderen Krawattenträger. Einer, der auf eine erfolgreiche Karriere zurückblickt. Also: Gesagt, getan. Standards rausgekramt und Auswahl getroffen. Und wider Erwarten passiert wenige Jahre später das gleiche Elend. Der »Neue«, der als »Heiland« gehandelt worden war, wird den Erwartungen nicht gerecht und kann nicht an seine Erfolge anknüpfen. Der entmachtete Hoffnungsträger wird zur Kakerlake in der Küche. Er muss gehen. Das Spiel beginnt von vorne.

Das muss ein Ende haben.

Fazit: Die Unternehmen, die weiterhin auf Standards setzen und Persönlichkeit als Störfaktor ansehen, werden immer wieder mit Kakerlaken in der Chefküche zu kämpfen haben. Wer stattdessen den Code für starke Führungspersönlichkeiten kennenlernen will, wird hier fündig: https://ceo-code.de