Auf die inneren Werte kommt es an

Warum Produktmarketing und Personenmarketing nicht dasselbe sind.

Was passiert im Kopf, wenn man einen bestimmten Produktnamen oder Werbeslogan sieht oder hört? Im besten Fall wirkt eine magische Anziehungskraft auf den Kunden. Es entsteht ein Bild. Geschieht dies, sind Produktmarke und Positionierung perfekt aufeinander abgestimmt. Wie sieht das aber aus, wenn es um reale Personen und nicht um eine abstrakte Marke geht? Auch hier müssen reale Person und dargestellte Marke perfekt zusammenpassen, um eine positive Außenwirkung zu erzielen. Jedoch ist Personenmarketing nicht Produktmarketing und so geht es bei der Selbstvermarktung oft daneben, wenn man sich an großen Produktmarken orientiert.

Wie funktioniert Produktmarketing?

„Die Marken-Identität: Eine Systematik, die den Zweck einer Marke mit den anderen Kern-Elementen einer Marke verknüpft“, definierte Marc de Swaan Aarons. Denn eine Identität für die Marke schaffen, ist das, was das Produktmarketing tatsächlich ausmacht. Die Markenpersönlichkeit, von der dabei häufig gesprochen wird, beinhaltet sowohl emotionale als auch rationale Elemente. Das alles ist wichtig für die richtige Positionierung am Markt. Die Aufgabe des Marketers besteht deshalb auch darin, den „roten Faden“ zu erkennen und das Produkt dementsprechend zu gestalten und zu positionieren. Ziel soll dabei sein, die Marke vertrauenswürdig, dynamisch und stimmig wirken zu lassen. Das gilt auch für das Personenmarketing.

Warum brauchen Menschen ein anderes Marketingkonzept?

Der grundlegende Unterschied ist allerdings, dass es sich hier um echte Menschen mit einer eigenen Persönlichkeit und Identität handelt, die sich stetig weiterentwickeln und nicht nur ein abstraktes Produkt sind. Deshalb soll auch auf keinen Fall die Persönlichkeit geändert werden. Dadurch werden bereits hier natürliche Grenzen gesetzt, die durch die Person vorgegeben sind, welche bei einer Produktmarke nicht beachtet werden müssen. Allerdings stellt sich die Frage, welche Eigenschaften der Person in die Marke miteinfließen sollen, um das Beste aus ihr als Marke herauszuholen. Die Persönlichkeit, die hinter dem Menschen steht, soll so zum Ausdruck gebracht werden, da reicht es häufig nicht aus, alles über das Thema Marketing zu lesen und zu wissen. Viel wichtiger ist die Persönlichkeit des Einzelnen. Jedoch fällt es schwer, dies selbst zu erkennen. 

Fragen über Fragen

Dabei stellen sich zahlreiche Fragen, die es zu beantworten gilt, um eine Personenmarke zu etablieren. Denn jeder Mensch bringt seine eigene Identität, seine eigene Persönlichkeit und seine eigene Entwicklung mit. Doch welche Aspekte sollen in die Personenmarke mit einfließen? Wie gelingt es, dass die Personenmarke mit der persönlichen Entwicklung der dahinterstehenden Person mithalten kann? Und letztendlich: Wie passen all diese Erkenntnisse mit der Personenmarke zusammen? Es muss also zuerst klar sein, was Personenmarke ausmacht und wie sie sich positioniert. Dazu ist es vor allem wichtig zu wissen, wer Sie sind, wofür Sie stehen und was Sie können, aber auch, dass Sie Ihre Kunden kennen, um diese gezielt ansprechen zu können.

Positionierung ist das Zauberwort

Die richtige Positionierung am Markt ist eine der entscheidenden Aufgaben und Herausforderungen für eine Personenmarke. Kunden treffen oft emotionale Kaufentscheidungen – das gilt ganz besonders für Einzelunternehmer wie Coaches, Trainer Berater, aber auch für Steuerberater und Ärzte. Zwar muss es auch einen rationalen Nutzen geben, jedoch ist dieser häufig nicht ausschlaggebend. Die Kunden binden sich emotional an eine Marke, denn nur, wenn sie auf etwas vertrauen, nehmen sie Leistungen in Anspruch. Personenmarken haben hier den menschlichen Vorteil, dass sie einen persönlichen Charakter, Werte und eine Identität bereits mitbringen, was für Produktmarken alles erst „erfunden“ werden muss. Das Ziel muss sein, dass reale Person und dargestellte Marke eine Einheit bilden und perfekt aufeinander abgestimmt sind. Außerdem muss gleichzeitig genug Spielraum für Weiterentwicklung bleiben. Dies zu erreichen gleicht einer Schatzsuche und alleine fehlt einem häufig der harte Blick in den Spiegel. Dafür reicht klassisches Marketing-Know-how nicht aus. Es braucht psychologisches Wissen und viel Fingerspitzengefühl, um Personen mit Personal Branding zu vermarkten.

Die Experten von Ben Schulz & Consultings können ihren Kunden genau das bieten.